Geschichte Schwedens

Schweden blickt als eine der ältesten Nationen Europas auf eine alte Geschichte zurück. Diese Geschichte hier komplett darstellen ist nicht unser Anspruch. Wir möchten hier nur einige wenige Daten der schwedischen Geschichte aufführen:

fotos schweden mit flagge

Bereits in der Antike wurde Skandinavien und Schweden in unterschiedlichen Quellen erwähnt.

Ab 800 n. Chr. lebten in Skandinavien die Wikinger. Während sich die Dänen und Norweger mehr nach Großbritannien, Mitteleuropa, Island und Grönland ausrichteten, zogen die schwedische wikinger (Waräger) richtung Osten nach Rußland.

Der Heilige Ansgar, Missionsbischof von Hamburg-Bremen unternahm Missionsreisen nach Birka, einem wichtigen Handelsplatz.

1008 lies sich der König von Schweden, Olof Skötkonung taufen. Die Christianisierung der heidnischen Bewohner schritt in der Folgezeit voran.

Ab 1397 war Schweden mit Norwegen und Dänemark unter der dänischen Königin Maragrete I. in der Kalmarer Union vereinigt.

Der Widerstand gegen die dänische Oberhoheit wuchs (u.a. Stockholmer Blutbad 1520), es kommt zum Schwedischen Befreiungskrieg (1521-1523).  Schweden erhält 1523 mit Gustav I. Wasa einen eigenen König und 1524 im Vertrag von Malmö seine Unabhängigkeit.

1544 erklärt sich Schweden zum evangelischen Reich. Bis 1999 war die evangelisch-lutherische Kirche Staatskirche. In der Folgezeit versucht Schweden eine europäische Großmacht zu werden und führt auch Kriege gegen andere europäische Mächte. Estland kommt unter schwedische Kontrolle, ein Kriege gegen Dänemark wird allerdings verloren und führt zu Gebietsabtretungen (Finnmark) an Norwegen, das nach wie vor mit Dänemark vereint ist.

König Gustav II. Adolf beteiligt sich am Dreißigjährigen Krieg (1618-1648) und fällt (1632), im Westfälischen Frieden erhält Schweden allerdings Gebiete (Vorpommern, Wismar, Bremen) innerhalb des deutschen Kaiserreichs zugesprochen. 1628 sinkt das königliche Kriegsschiff Wasa auf seiner ersten Fahrt im Hafen von Stockholm.

1658 werden nach dem Dänisch-Schwedischen Krieg die dänischen Gebiete Schonen, Halland, Bohüslän und Blekinge Teile Schwedens.

1700-1721 kämpft Schweden im Großen Nordischen Krieg gegen Rußland, Dänemark und Sachsen-Polen. Schweden verliert trotz anfänglicher Siege, die Großmachtstellung geht ebenfalls damit verloren. Das Land versuchte weltweit Kolonien aufzubauen (u.a. Neuschweden im Bereich Delaware, New Jersey und Pennsylvania, die Karibikinsel St. Barthelemy und die Schwedische Goldküste in Afrika). Diese ginge aber wieder verloren.

Auf dem Wiener Kongress 1814-1815 tritt Schweden seine Provinz Finnland an Rußland ab, erhält dafür aber Norwegen. Rügen und Schwedisch-Pommern geht an Dänemark. Seitdem hat Schweden eine Neutralitätspolitik betrieben und keine Kriege mehr geführt.

1895 stiftet Alfred Nobel den Nobelpreis, der seit 1901 jährlich in verschiedenen Bereichen verliehen wird. Ab 1917 wird der schwedische Sozial- und Wohlfahrtsstaat aufgebaut. 1969 wird der Sozialdemokrat Olof Plame Ministerpräsident (1986 fällt er einem attentat zum Opfer). 1973 wird Carl XVI. Gustaf König und heiratet 1976 die deutsche Silvia Sommerlath.

1995 tritt Schweden nach einer positiven Volskabstammung der europäischen Union (EU) bei, die Öresundbrücke bindet das Land ab 2000 auch verkehrstechnisch näher an Europa. Innerhalb der EU ist Schweden eines der wirtschaftlich erfolgreichsten Länder, führt jedoch nach einer Volksabstimmung (2003) den Euro zunächst nicht ein.